13.03.2008 - Kupfer steigt auf Rekordniveau

Am letzten Donnerstag erreichte der Preis für Kupfer mit 4,02 USD je Pfund ein neues Rekordhoch an der London Metal Exchange (LME). Seit Jahresanfang klettert der Preis für das Metall unaufhörlich nach oben.
Mit dem jüngsten Preisanstieg über 4 USD je Pfund Kupfer wurde das letzte Rekordhoch vom 12. Mai 2006, als der Preis 3,98 USD/Pfund erreichte, übertroffen. Eine deutliche Preisbeschleunigung erfolgte insbesondere seit Anfang 2008. So betrug der Zuwachs allein im Februar satte 23 %.
Die Gründe für den Kursaufschwung liegen zum einen in der steigenden Nachfrage für Kupfer, sowie in zurückgehenden Beständen und dem schwachen USD. Die Lagerbestände für Kupfer stehen derzeit mit rund 196.000 Tonnen, wie von der LME berichtet, auf dem niedrigsten Niveau seit Oktober letzten Jahres.
Die Instabilität der internationalen Finanzmärkte, in dessen Folge auch der USD abwertete, sorgt ebenfalls für Preisschübe. Internationale Investoren schichten immer mehr Anlagegelder in Richtung Rohstoffe. Neben Kupfer natürlich auch in Gold, Silber oder Platin.
Experten erwarten hier auch vorerst keine Trendumkehr. So ist es auch kein Wunder, dass unter Händlern bereits Preislevels von 4,1 bis 4,2 USD/Pfund Kupfer diskutiert werden. Erst in der zweiten Jahreshälfte, wenn einige bedeutende neue Projekte in traditionellen Kupferstaaten wie Chile in Produktion gehen, könnte es aufgrund einer geschätzten Angebotsausweitung um rund 850.000 Tonnen zu einer Preisberuhigung kommen.
Heute werden jährlich rund 18 Mio. Tonnen Kupfer produziert und verarbeitet. Die weltweite Kupfernachfrage soll auf 25 Mio. Tonnen im Jahr 2015 steigen. Mit einem jährlichen Kupferbedarf von etwa 3,5 Mio. Tonnen hat allein China inzwischen einen Anteil von etwa 20 % an der Weltnachfrage und gilt als Preistreiber.
Die chinesischen Nettoimporte von Kupfer bewegen sich derzeit im Bereich von 150 Tausend Tonnen pro Monat. China braucht Kupfer für den Ausbau der Infrastruktur. Auch die Nachfrage Indiens und anderer Schwellenländer steigt weiter kräftig. Der Anstieg der Preise lockt nicht nur Investoren. Auch zahlreiche Diebe wollen Kupfer.
Dies ist insbesondere in Südafrika, dem Gastgeber der Fußball-WM 2010 ein großes Problem. Telekommunikationsgesellschaften müssen zusehen, wie Diebe Kupferkabel ausgraben, einschmelzen und auf dem Schwarzmarkt verkaufen. So waren aus diesem Grunde allein in Johannesburg im letzten Jahr zehntausende Haushalte 1 Woche ohne Strom.
Aufgrund der insgesamt hervorragenden Wachstumsaussichten für Kupfer ist es kein Wunder, dass auch den Aktien von Kupferproduzenten eine glänzende Zukunft vorhergesagt wird.
Da die Kapazitäten an guten ausbeutungsfähigen Projekten begrenzt sind, haben neben den Marktführern wie Freeport–McMoRan Copper & Gold Inc. (ISIN US35671D8570, WKN 896476), das weltweit größte an einer Börse gehandelte Kupferunternehmen, auch junge Explorationsgesellschaften, wie Tiger Resources (ISIN AU000000TGS2, WKN A0CAJF), gute Chancen für eine positive Wertentwicklung.
Quelle: www.ad-hoc-news.de

18.01.2008 - Das Jahr des Drachen

China wird in 2008 nicht nur die Olympischen Spiele ausrichten sondern wie gewohnt auch die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten maßgeblich bestimmen.
Durch die Abschaffung des Importzolls auf die Einfuhr von Kupferkathoden wird der Weg für eine Wiederbestückung der strategischen Reserve bereitet. Bisher waren nur chilenische Kathoden zollfrei. Klar ist auch, dass der Importbedarf durch das Verbrauchswachstum zunehmen wird. Die Versorgungslücke Chinas wird in 2008 auf 1 Million Tonnen Raffinadekupfer geschätzt. Zusammen mit dem steigenden Appetit Russlands und Indiens sollte dies die Preise trotz der befürchteten US Rezession stabil halten. Goldman Sachs erwartet in der Spitze sogar Kurse von über $9.000 die Tonne in 2008. Ob der Drache so hoch steigen kann?


23.10.2007 - Subprime Mortgage
So könnte das Wort des Jahres zumindest in der Finanzwelt heißen. Die Krise auf dem US Immobilienmarkt ist kein isoliertes Problem, zumal der Bausektor ein nicht unbedeutender Kupfernachfrager ist. Folgerichtig gingen die Kupferpreise zusammen mit den Aktienkursen im August auf Talfahrt. Anfang des Monats wurden noch Kurse jenseits der $8.000 bezahlt, zwei Wochen später handelte das rote Metall bei $6.800.
Die fundamentalen Auswirkungen der Krise werden erst in den nächsten Monatsstatistiken und in den Quartalsbilanzen der Unternehmen sichtbar werden. Bis dahin hängt der Markt in der Luft, obwohl die Angst der Investoren und Spekulanten greifbar ist. Alle Augen richten sich nun auf die Zinsentscheidungen der Notenbanken.
Die EZB hat mit einem vorläufigen Ende der Zinserhöhungen vorgelegt. Von der FED wird ein deutliches Zinssignal nach unten und damit eine 180 Grad Kehrtwende erwartet. Ob billiges Geld das Vertrauen zurückbringt, wird sich zeigen. Fundamental profitiert Kupfer noch immer von diversen Streiks und zumindest auf dem ersten Blick noch immer niedrigen LME Beständen. Die deutlich verschlechterten Hüttenlöhne sollten zudem das Wachstum der Kathodenproduktion in China einbremsen und Importe begünstigen.
Hierfür spricht auch der derzeitige Preisunterschied zwischen den Metallbörsen in Shanghai und London. Es wird ein spannendes Quartal, das uns alle Nerven kosten wird.

20.06.2007 - Mögliche Streiks in der Kupferindustrie
Im zweiten Quartal 2007 stiegen die Kupferpreise spiegelbildlich zum Vorjahreszeitraum wieder über die Marke bei $8.000 und erreichten in der Spitze Kurse bei $8.300. Rekordimporte Chinas und permanente Produktionsausfälle durch andauernde Arbeitskämpfe sorgten für den nötigen Treibstoff der Kursrally. Die IWCC schätzt die Lücke zwischen Produktion und Verbrauch im ersten Halbjahr auf 265.000 Tonnen. Ein Defizit nach dem Geschmack der Investoren und nachzuvollziehen an fallenden LME Beständen und einer sich bis auf $100 ausweitenden Backwardation. Die Versorgungslage mit Kupferkathoden in Europa blieb jedoch entspannt und auch die Schrottverfügbarkeit erwies sich als mehr als ausreichend. Knapp sind dagegen Konzentrate, was sich in einer dramatischen Verschlechterung der Hüttenlöhne niederschlug. Vor diesem Hintergrund wird der Übernahmekampf der Norddeutschen Affinerie um Cumerio plausibel. Der größte Produzent Europas verspricht sich einige Synergien durch den geplanten Deal, muss sich jedoch der Einmischung eines österreichischen Industriekonglomerats erwehren, das seinerseits Beteiligungen an Cumerio und NA hält. Die europäische Kupferindustrie wird jedoch so oder so neu geordnet werden. Milliardendeals gab es auch in anderen Rohstoffmärkten. Weitere werden folgen und davon sollten auch die Preise der umkämpften Ressourcen profitieren. Vielleicht muss man sich auch langfristig an Kupferpreise auf Himalaya – Niveau gewöhnen.

20.06.2007 - Mögliche Streiks in der Kupferindustrie
Seit einigen Tagen rücken zunehmend Arbeitskämpfe in den großen südamerikanischen Kupferminen in den Focus der Marktteilnehmer. Folgende Minen bzw. Produzenten sind gefährdet: Codelco -Chile, Collahuasi – Chile, Southern Peru – Peru, Grupo Mexico – Mexico/USA. Bereits gestreikt wird in der Canadian Copper Refinery – Canada.

04.05.2007 - Kupfer aktuell: Der Hunger des Drachen
Das erste Quartal liegt hinter uns und Kupfer handelte unter starken Schwankungen zwischen $5225 - $6895, hin und her gerissen zwischen guten Konjunkturdaten aus Europa und Asien und eher durchwachsener Wirtschaftsdaten aus den USA. Belastend wirken besonders die schwache Verfassung des Immobilienmarktes und der damit einhergehende sinkende Bedarf der US-Bauwirtschaft.
Auf der anderen Seite nimmt der Kupferbedarf in China weiter deutlich zu. Die Importe an Kupferkathoden und Schrotten ziehen im Vergleich zu 2006 stark an. Das Wachstum des Kupferverbrauchs in China wurde 2006 zum großen Teil aus strategischen Kupferreserven gespeist und es scheint, als würde der Drache in 2007 seine Vorräte wieder auffüllen wollen.
Die Importstatistiken Chinas und in den letzten Wochen fallende LME- Bestände belegen dies eindrucksvoll. Vor diesem Hintergrund wird auch wieder vermehrt mit Mittelzuflüssen der Fonds gerechnet, die trotz der eher schlechten Performance der großen Rohstoffindizes in den letzten Monaten, an Rohstoffen als Anlageklasse generell weiter großes Interesse haben sollten. Wir erwarten daher mittelfristig (zweites und drittes Quartal) gut unterstützte Kupferkurse und steigende physische Lieferprämien.

10.08.2006 - Größte Kupfermine der Welt steht still
Mitarbeiter streiken für 13 Prozent mehr Lohn - Unternehmensgewinn um 43 Prozent gestiegen
Der Streik in der größten Kupfermine der Welt, der chilenischen Escondida wird auf unbestimmte Zeit fortgesetzt. [mehr...]

18.07.2006 - Das Lieblingsspielzeug der Spekulanten
Ein turbulentes Jahr haben wir vorausgesehen, doch was allein das erste Quartal an Kursfeuerwerken bieten würde, hat selbst die ältesten Hasen in diesem Geschäft in Erstaunen versetzt. [mehr...]

26.05.2006 - Überschätzte Kupferspekulanten
Noch nie zuvor hat der Kupfermarkt an der LME derart extreme Schwankungen erlebt. Am Dienstag schnellte der Kupferpreis nach den deutlichen Verlusten der Vortage um 11,6 Prozent in die Höhe - auf fast 1000 Dollar die Tonne. Einen Tag später gab der Preis wieder um 7,5 Prozent nach. James Gutman, Chef der globalen Analyse für Metalle bei der Investmentbank Goldman Sachs glaubt, dass die Volatilität noch einige Zeit anhalten wird. [mehr...]

15. April 2006 - Kupferausblick
Eine extrem hohe Nachfrage und ein geringer Ausstoß: Die Kupferpreise explodieren wie nie zuvor. [mehr...]

15.01.2006 - Keine Erholung der Kupferkurse
Trotz Sommerpause erreichten die Kupferpreise im August erneut neue zyklische Höchstkurse. Streiks in einigen US Minen und in Zambia, gekoppelt mit historisch niedrigen Lagerbeständen der London Metal Exchange, boten den Kupfer-Bullen genug Argumente für weitere spekulative Käufe.... [mehr...]

11.11.2005 Kupfer bricht alle Rekorde
Mittlerweile werden für prompt geliefertes Kupfer Kurse weit jenseits der $ 4.000 Marke gezahlt und ein Ende der Hausse ist weit und breit nicht in Sicht. Obwohl der Markt mit physischer Ware gut versorgt ist, blieben die Börsenbestände auf einem kritisch niedrigen Niveau. Diese Tatsache gekoppelt mit der nach wie vor deutlichen Backwardation unterstützen die Kurse nachhaltig. Dazu kommt ein Phänomen, dass auch bei anderen Rohstoffen zu beobachten ist. Der nicht enden wollende Zufluss von Geld der Funds und Investoren in Rohstoffe, Futures und andere Derivate. Rohstoffe, früher von den Anlegern eher verschmäht, sind nun eigene Anlage-Klasse geworden. Nicht nur wir erwarten, dass der Geldzufluss mangels Alternativen anhalten wird und dass ein Großteil dieses Geldes durchaus langfristig in Rohstoffen investiert bleiben wird.
